Eichenprozessionsspinner auch in Hohenbuschei

Die Stadt Dortmund informiert und sperrt vorsorglich Fußwege in Hohenbuschei.

Nach dem bereits der Fredenbaumpark in Dortmund-Fredenbaum, sowie der Volksgarten in Dortmund-Mengede, von der Stadt Dortmund  gesperrt wurden (die Ruhrnachrichten berichten), hat es heute nun auch unser Baugebiet erwischt.  Verschiedene Fußwege entlang der Hohenbuschei Allee sowie im Bereich „Wohnen im Park“ wurden vorsorglich gesperrt, weil auch bei uns die Raupen des Eichenprozessionsspinners in einigen Grünanlagen in Hohenbuschei gesichtet wurden.

Der Eichenprozessionsspinner

Bei dem Eichenprozessionsspinner (Thaumetopoea processionea) handelt es sich um einen Schmetterling (Nachtfalter) der Familie der Zahnspinner. Die Raupen dieses Schmetterlings zählen jedoch zu den Schädlingen, da sie die Blätter ihres Wirtsbaumes auffressen.

Auch wenn der Name es bereits verrät und Eichen ihre Lieblingsspeise darstellen, findet man sich auch gerne auf Hainbuchen, wovon wir in Hohenbuschei ja sehr viele haben.

Das Nesselgift der Raupen löst schwere Hautreaktionen aus

Die Raupen des Eichenprozessionspinner durchlaufen während ihrer Entwicklung vom Ei zum Falter 6 Entwicklungsstadien. Im dritten Entwicklungsstadium haben die nun 3 bis 5 Zentimeter langen Larven des Eichenprozessionsspinners lange Brennhaare mit Widerhaken und einem sehr effektiven Nesselgift, dem Thaumetopoein.

Dieses Nesselgift löst bei Kontakt mit der Haut häufig toxische Reaktionen aus (Quaddeln, Hautentzündungen und Knötchen, die an Insektenstiche erinnern). Unbehandelt können die Beschwerden ein bis zwei Wochen anhalten.

Besonders unangenehm wird es, wenn man die sehr feinen Brennhaare der Raupen versehentlich einatmet. Neben einfachen Reizungen der Mund- und Nasenschleimhaut können auch eine Bronchitis mit schmerzhaftem Husten und Asthma die Folge sein.

Gesperrte Gebiete unbedingt meiden

Weil die Wirkung des Nesselgiftes auf uns Menschen unterschiedlich ist, sollten Befallsgebiete grundsätzlich gemieden werden.

Auch wenn die aktuellen Temperaturen und das sommerliche Wetter dazu einladen nur mit leichter Bekleidung in die Natur zu gehen, sollte man dies tunlichst vermeiden, wenn man sich in der Nähe der Befallsgebiete aufhalten muss. Nacken, Hals, Arme und Beine sollten nach Möglichkeit bedeckt sein.

Wenn man die geselligen Raupen im Gänsemarsch an Bäumen und Sträucher sieht oder ihre großen Gespinste, wo sich die Eichenprozessionsspinner in größerer Anzahl verpuppen, dann sollte man diese keinesfalls berühren. Befinden sich die Raupen oder gar eines ihrer Gespinste im eigenen Garten, so keinesfalls in eigener Regie die Bekämpfung angehen. Die gesundheitlichen Risiken für Sie und Ihre Umwelt sind viel zu hoch. Statt dessen nehmen Sie Kontakt zur Stadt auf und lassen die Beseitigung von Fachleuten vornehmen.

Kam es zum Kontakt mit den Brennhaaren oder kann man den Kontakt mit ihnen nicht ausschließen, sollte die Kleidung vorsichtig gewechselt werden. Die Brennhaare verbreiten auch ohne Kontakt zur Raupe das Nesselgift.

Ein Gedanke zu „Eichenprozessionsspinner auch in Hohenbuschei

  • 9. Juni 2019 um 9:38
    Permalink

    Die Brennhaare können für Katzen und Hunde tödlich sein. Deshalb ist es ratsam für den Zeitraum bis Ende Juni, die Haustiere nicht freilaufen zu lassen, zumal die Härchen im Fell erst später von den Tieren aufgenommen werden und sie dann ersticken können.

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